Sozialberatung von A - Z

ALG II / Sozialhilfe

  • Nach der Regelung des Sozialgesetzbuches II ( SGB II ) sind Studierende gemäß § 7 SGB II Abs. 5 von den Leistungen des SGB II ausgeschlossen, wenn sie eine "dem Grunde nach" förderungsfähige Ausbildung nach dem BAföG ausüben.
  • Nur in besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II erbracht werden. Die Leistungen werden bei Bedürftigkeit nach den Regelungen des § 27 SGB II gewährt.
  • Schwangere Studentinnen und Studierende mit Kind haben einen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Diese sogen. nichtausbildungsgeprägten Mehrbedarfe oder einmalige Beihilfen gibt es z.B. für Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern, auch Schwangerschaftsbekleidung oder Erstausstattung nach § 27 Abs.2 SGB II können beantragt werden.
    Die Kinder von Studierenden haben einen eigenen Sozialhilfeanspruch. Es wird geprüft, ob eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt und sie sozialgeldberechtigt sind oder ob ein Kinderzuschlag (Antrag) gewährt werden muss.
  • Bei Beurlaubung (z.B. wegen Pflege und Erziehung des Kindes) können die Studierenden einen Antrag auf ALG II stellen.
  • Mehrbedarfe gibt es für krankheitsbedingte kostenaufwändige Ernährung für hilfsbedürftige, behinderte Studierende. 
  • Zuständig für in Mannheim wohnende Studierende ist das Jobcenter.
    Für Studierende, die jünger als 25 Jahre sind, ist das Jobcenter in der Hebelstr.1 der richtige Ansprechpartner.
    Über 25 jährige Studierende wenden sich an das Jobcenter in der Ifflandstr. 2 .
    Sprechzeiten jeweils von 8:00  - 12:00 Uhr.

Beratungshilfe

Studierende, die sich eine rechtliche Beratung oder Vertretung finanziell nicht leisten können, können Beratungshilfe in Anspruch nehmen. Beratungshilfe bedeutet Hilfe für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens in Form von Beratung und ggf. Vertretung (Schriftverkehr).

Beratungshilfe erfolgt auf Antrag beim Amtsgericht oder direkt beim Anwalt. Das Amtsgericht prüft zunächst die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse und stellt dann einen Berechtigungsschein aus.


Notwendige Unterlagen:

  • Personalausweis
  • Einkommensbelege
  • Mietvertrag

Wird die Beratungshilfe direkt beim Anwalt gewährt, so wird eine Gebühr von 15,00 Euro erhoben, die aber in Notfällen auch erlassen werden kann. Es gelten bestimmte Einkommens- und Vermögensgrenzen.


Antragstellung:

  • Beim Amtsgericht Mannheim, Schloss, Westflügel
  • Montag und Donnerstag von 8:30 bis 10:00 Uhr
  • Zimmer 001, Erdgeschoss
  • Beratungshilfe kann auch schriftlich beantragt werden.


Rechtsauskunft:

  • Beim Amtsgericht Mannheim, Schloss, Westflügel
  • unentgeltliche Rechtsberatung
  • Mittwoch von 13:00  bis 16.30 Uhr durch einen Anwalt des Anwaltvereins Mannheim
  • Zimmer 139, 1. OG
  • Belege über Einkünfte und Ausgaben sind mitzubringen 

 
Weitere Infos gibt es bei der Sozialberatung des Studierendenwerks.


 

CHE-Studienkredittest

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) erstellt jährlich erstellt jährliche den „CHE-Studienkredit-Test“. Hierbei geht es um Fragen zu den verschiedenen Angeboten von Studienkrediten, Studiendarlehen oder Bildungsfonds.

Diese Übersicht als erste Orientierung über die verschiedenen Möglichkeiten zur Studienfinanzierung mittels Darlehen oder Kredite genutzt werden – ausserhalb des BAföGs -  .

Weitere Infos und Beratung zur Studienfinanzierung bietet die Sozialberatung.

Darlehen

Einkommensgrenzen

Übersicht über verschiedene wichtige Einkommensgrenzen:

Kindergeld
Die Einkommensgrenze beim Kindergeld ist weggefallen. Seit 2012 gilt folgende Regelung: Kinder nach erstmaliger Berufsausbildung oder nach dem Erststudium erhalten nur dann noch Kindergeld, wenn sie keiner anspruchsschädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen, das bedeutet keine Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden.

Kinderzuschlag
Für Elternpaare beträgt die Mindesteinkommensgrenze 900 Euro, für Alleinerziehende 600 Euro. Gleichzeitig darf das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigen.
Die Höchsteinkommensgrenze setzt sich aus dem elterlichen Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II und dem prozentualen Anteil an den angemessenen Wohnkosten (Bemessungsgrenze) sowie dem Gesamtkinderzuschlag zusammen.

Elterngeld
Bei einem Einkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende Einkommen zu 67 Prozent. Für Nettoeinkommen über 1.240 Euro vor der Geburt des Kindes sinkt die Ersatzrate des Elterngeldes von 67 auf 65 Prozent. Es werden maximal 2.770 Euro als maßgebliches Einkommen berücksichtigt.
Für Geringverdiener mit einem Einkommen unter 1.000 Euro vor der Geburt des Kindes steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent: je geringer das Einkommen, desto höher die Ersatzrate.

Familienversicherung
Studierende, die über ihre Eltern in der kostenfreien Familienversicherung versichert sind, müssen ebenfalls auf Einkommensgrenzen achten. Das Einkommen darf nicht 405 Euro im Monat bzw. bei Einkommen aus einem Minijob nicht 450 Euro im Monat überschreiten.

BAföG
Bis zu 400 Euro im Monat können Auszubildende hinzuverdienen ohne, dass dies zu einer Reduzierung der BAföG-Zahlung führt.

Nicht steuerpflichtige Stipendien werden bis auf 300 Euro im Monat angerechnet, mit Ausnahme zweckgebundener Anteile. Mehr Infos darüber beim BAföG-Amt.

Elterngeld und Elterngeld Plus

Für Eltern deren Kinder ab dem 01.07.2015 geboren wurden, gibt es die Möglichkeit wahlweise das Elterngeld (Basiselterngeld) oder das neue Elterngeld Plus oder eine Kombination davon in Anspruch zu nehmen.

Das Basiselterngeld kann für maximal 14 Monate bezogen werden, wobei ein Elternteil nur höchstens 12 Monate in Anspruch nehmen kann. Das Elterngeld ersetzt 65 bis 100 Prozent des entfallenden Einkommens. Es beträgt monatlich mindestens 300 und maximal 1800 Euro. Alleinerziehende können bei Wegfall des Erwerbseinkommens die vollen 14 Monate beanspruchen.

Unterstützt werden insbesondere Mütter und Väter, die während des Elterngeldbezuges in Teilzeit arbeiten. So können Eltern in Teilzeit (höchstens) das halbe Basiselterngeld ohne Erwerbstätigkeit, dafür aber für die doppelte Zeitdauer erhalten, d.h. ein Elterngeldmonat entspricht dann zwei Elterngeldplusmonaten.

Beim neuen Elterngeld Plus gibt es vier zusätzliche Partnerschaftsbonusmonate. Diese gibt es, wenn beide Eltern gleichzeitig in Teilzeit von 25-30 Wochenstunden arbeiten und sich die Erziehung teilen.

Die Voraussetzungen zur Elternzeit sind im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geregelt. Arbeitnehmer/innen können bis zu drei Jahren Elternzeit nehmen, wobei bis zu 24 Monate in der Zeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes genommen werden können.

 

Weitere Informationen gibt es beim Bundesministerium für Familie.

Beratung und Information rund um das Thema „Studieren mit Kind“ gibt es bei der Sozialberatung des Studierendenwerks. Dort gibt es auch die kostenlose Broschüre „Studieren mit Kind - ein Leitfaden für studierende Eltern in Mannheim“.

Antrag auf Elterngeld
Der Antrag auf Elterngeld muss schriftlich gestellt werden bei der L-Bank, 76113 Karlsruhe.

 

Ermäßigungen

Familienversicherung

Siehe auch Krankenversicherung.

Finanzierung

Erfolgreiches Studieren ist nicht nur eine Frage des Lernens und der Organisation, sondern auch der Finanzierung. Neben den üblichen Lebenshaltungskosten wie Essen, Miete, Telefon kommen auch noch Semester- und Verwaltungskosten hinzu. Erst wenn die Finanzierung steht, kann sich der/die Studierende voll und ganz auf den zügigen Verlauf des Studiums konzentrieren.

Erste Wahl ist das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz). Sollte das nicht reichen so stehen weitere Möglichkeiten zur Finanzierung der Lebenshaltungs- und Studienkosten bereit. So können Unterhaltsleistungen, Sozialleistungen und Vergünstigungen eingefordert werden oder es lassen sich über die eigene Beschäftigung finanzielle Lücken schließen.

Verschiedene Studienkredite (u.a. der KfW-Studienkredit für den das Studierendenwerk Vertriebspartner ist) können in Frage kommen.

Auch private oder staatliche Stiftungen und Stipendienangebote können zur finanziellen Unterstützung beitragen. Ebenso kommen Überbrückungs- und Studienabschlussdarlehen des Studierendenwerks unter bestimmten Voraussetzungen in Frage.

Für weitere Fragen, Information und Beratung über die persönlichen Finanzierungsmöglichkeiten wenden Sie sich an die Sozialberatung des Studierendenwerks Mannheim.

Geringfügige Beschäftigung

Wer als Student eine geringfügige Beschäftigung ausübt, ist in der Kranken-, Pflege-und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Seit 2013 besteht jedoch auch für Minijobs eine Rentenversicherungspflicht. Der Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbeitrag und der Beschäftigte stockt den Differenzbetrag (z.Zt. 3,9 %) zum vollen Rentenbeitrag auf.

Achtung: Es besteht zwar die Möglichkeit sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen, das sollte aber gut überlegt sein, denn die Versicherten erlangen mit der Versicherungspflicht Leistungsansprüche aus der Rentenversicherung.

Bei den geringfügigen Beschäftigungen wird unterschieden zwischen geringfügig entlohnter Beschäftigung und kurzfristiger Beschäftigung.

  • Geringfügig entlohnte Beschäftigung (§ 8 Abs.1 Nr.1 SGB IV)
    Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450,00 Euro nicht übersteigt. Der Arbeitgeber zahlt für eine solche geringfügig entlohnte Beschäftigung Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung (13% bzw.15%) und 2% pauschale Lohnsteuer. Die wöchentliche Arbeitszeit ist hierbei unerheblich.

    Bei der Ermittlung, ob das Arbeitsentgelt die 450,00 Euro übersteigt, werden auch einmalige Einnahmen wie z.B. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld mitberücksichtigt.

Werden mehrere Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern nebeneinander ausgeübt, so werden die Arbeitsentgelte aus diesen Beschäftigungen zusammengerechnet. Wird bei Zusammenrechnung mehrerer Minijobs die monatliche Grenze von 450 Euro überschritten, so handelt es sich nicht mehr um versicherungsfreie Minijobs.

  • Kurzfristige Beschäftigung (§ 8 Abs. 1 Nr.2 SGB IV)
    „Kurzfristig“ ist die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres, wenn sie auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage (ab 2015 neu: drei Monate und 70 Arbeitstage) begrenzt oder im Voraus vertraglich auf diese Zeit begrenzt ist. Die Höhe des Verdienstes ist hierbei unerheblich. Es besteht keine Rentenversicherungspflicht.

    Bei der Prüfung, ob die Zeiträume überschritten werden, sind die Zeiten aufeinanderfolgender kurzfristiger Beschäftigungen zusammenzurechnen.

Achtung: Eine Zusammenrechnung einer geringfügig entlohnten und einer kurzfristigen Beschäftigung ist nicht vorzunehmen.

Hilfe

Hilfe bei Fragen rund ums Studium bietet die Sozialberatung des Studierendenwerks Mannheim.

Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung können sich Betroffene, aber auch Angehörige, Freunde sowie Fachkräfte anonym und kostenfrei beraten lassen. Hilfetelefon

Hilfe bei sexueller Belästigung

Hilfe bei sexueller Belästigung oder Gewalt gibt es bei den Gleichstellungsstellen der Universität und den Hochschulen.

In Mannheim gibt es Hilfe bei folgenden Stellen:

Fraueninformationzentrum: Tel: 0621/37 97 90 oder

Mannheimer Frauenhaus: Tel: 0621/74 42 42 oder

Frauen- und Mädchennotruf: Tel: 0621/10 03 3 oder

Hilfe für Schwangere in Konfliktsituationen – Anonym und vertraulich

Hilfetelefon – Schwangere in Not: Tel. 0800 40 40 020 www.schwanger-und-viele-fragen.de

Vertrauliche Geburt, anonyme Hilfe: www.geburt-vertraulich.de
Schwangerschaftsberatung: Beratungsstellen vor Ort finden: www.familienplanung.de

Hilfen während der Schwangerschaft

Internationaler Studierendenausweis (ISIC)

Jobben während der Semesterferien

Versicherung

Studierende, die in den Semesterferien arbeiten, sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, ohne Rücksicht auf die Höhe des Arbeitsentgeltes. Es kann also eine Vollzeitbeschäftigung während der vorlesungsfreien Zeit aufgenommen werden. Die Beschäftigungsdauer soll im Kalenderjahr drei Monate oder 70 Arbeitstage nicht überschreiten ( kurzfristige Beschäftigung) und darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden.

Daneben ist während der Vorlesungszeit eine andere Beschäftigung als Minijobber ( 450 Euro) möglich. Die beiden Arbeitsverhältnisse werden dann nicht zusammen gerechnet.

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz für Studierende gilt auch während der Ausübung eines Ferienjobs. Als Ferienjobber ist man beim zuständigen Unfallversicherungsträger des Arbeitgebers versichert. Die Beiträge übernimmt der Arbeitgeber.

Steuerpflicht

Es besteht Steuerpflicht, auch bei einer Beschäftigung während der Semesterferien.
Aber die zu viel einbehaltene Lohnsteuer (mit Lohnsteuerkarte) kann über die Steuererklärung beim Finanzamt wieder zurückgefordert werden. Bis zu einem festgelegten Grundfreibetrag bleibt das Einkommen steuerfrei. Der steuerliche Grundfreibetrag liegt in 2015 bei 8472 Euro bzw. 8652Euro in 2016. Über die jährliche Lohnsteuererklärung beim Finanzamt kann eine Steuerrückerstattung für zu viel gezahlte Lohnsteuer erfolgen.

Rentenversicherungspflicht

Es besteht Rentenversicherungspflicht. Aber Versicherungsbeiträge werden erst fällig, wenn die Beschäftigung länger als drei Monate im Kalenderjahr ausgeübt wird. Für eine kurzfristige, von vornherein befristete Beschäftigung, die nicht länger als drei Monate bzw. 70 Arbeitstage dauert, fallen keine Sozialabgaben an.

Werden mehrere dieser befristeten Beschäftigungen ausgeübt, werden sie zusammengerechnet. Sobald die Dreimonatsfrist überschritten wird, werden Rentenversicherungsbeiträge fällig.

Werden solche befristeten Beschäftigungen insgesamt länger als 26 Wochen im Jahr ausgeübt, dann werden auch Beiträge fällig in der Arbeitslosenversicherung und der Kranken- und Pflegeversicherung.

BAföG

Das Einkommen aus einem Nebenjob / Ferienjob wird grundsätzlich beim BAföG –Bedarf berücksichtigt. Die Hinzuverdienstgrenze beim BAföG liegt bei 400 Euro pro Monat brutto im Bewilligungszeitraum. Ab Herbst 2016 wird die Grenze erhöht auf 450 Euro. Werbungkosten- und Sozialpauschale können noch berücksichtigt werden, ebenso verschiedene Freibeträge z.B. für Kinder oder bei verheirateten Studierenden.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Sozialberatung zur Verfügung.

Kindergeld

 Infos zum Thema Kindergeld

 
 


Aktuelles

Das Kindergeld wird in zwei Stufen angehoben. Die Erhöhung beträgt jeweils vier Euro in 2015 und jeweils zwei Euro in 2016. back

Anspruch 

Auf Kindergeld hat Anspruch, wer in Deutschland seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Freizügigkeitsberechtigte EU-Staatsangehörige erhalten ebenfalls Kindergeld. Für andere Ausländer gelten Sonderregelungen.
Kindergeld gibt es für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Für Kinder in Ausbildung oder Studium verlängert sich der Bezug von Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr (Altersgrenze).

Der Anspruch auf Kindergeld kann über das 25. Lebensjahr bestehen. Er verlängert sich, wenn der gesetzliche Wehr- oder Zivildienst abgeleistet wurde, um deren Dauer entsprechend. Dies gilt nicht für den freiwilligen Wehrdienst.

Für Kinder, die wegen ihrer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, gibt es keine Altersgrenze. Die Sonderregelungen für Studierende mit Behinderung gelten, soweit die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist. back

Anspruch nach der Erstausbildung
Kinder nach einem erstmaligen Berufsabschluss oder nach dem Ende eines Erststudiums (Bachelor gilt als Erststudium) haben nur dann noch einen Anspruch auf Kindergeld, wenn keine Erwerbstätigkeit über 20 Wochenstunden ausgeübt wird.
Bei Studiengangwechsel oder Unterbrechung bleibt der Anspruch bestehen, da kein Abschluss vorliegt. back

Antrag  
Der Antrag auf Kindergeld wird bei der zuständigen Familienkasse gestellt. Vordrucke gibt es auch bei der Arbeitsagenturback

Antrag auf anteiliges Kindergeld
Normalerweise sind die Eltern des Kindes die Antragsberechtigten. Kommen allerdings die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht nach, so können die Kinder sich selbst das Kindergeld auszahlen lassen. Hierfür Kontakt zur Familienkasse aufnehmen und Antrag auf Auszahlung des anteiligen Kindergeldes stellen. back

Antragsformulare 
Das Kindergeld ist bei der Familienkasse zu beantragen. Für in Mannheim wohnende Bürger ist die Familienkasse in Heidelberg zuständig. Über die Internetseite der Arbeitsagentur kann der Antrag online erstellt werden. back

Höhe 
Der Bundesrat hat im Juli 2015 der Erhöhung der familienpolitischen Leistungen zugestimmt. Das Kindergeld wird in zwei Stufen erhöht – einmal um je 4 Euro in 2015 und nochmals um je 2 Euro in 2016. Für das erste und zweite Kind beträgt somit das monatliche Kindergeld 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 221 Euro. back

Kindergeld bei Heirat
Bei Heirat der volljährigen Kinder verlieren die Eltern den Anspruch auf Kindergeld, da die vorrangige Unterhaltsverpflichtung auf den Ehegatten übergeht. Lediglich dann wenn der Ehegatte nicht unterhaltsfähig ist, haben die Eltern weiterhin Anspruch auf das Kindergeld. back

Kindergeld und Beihilfe 
In der Regel sind studierende Kinder von Beamten über ihre Eltern in der Beihilfe privat krankenversichert. Die Beihilfe gilt solange Kindergeldberechtigung vorliegt. D.h. mit dem 25. Lebensjahr endet die Kindergeldberechtigung und die Kinder in Ausbildung fallen aus der Beihilfe der Eltern  zum Ende des Kalenderjahres, spätestens zum Ende des folgenden Kalenderjahres raus. back           

Kindeskind
Bei Studierenden mit Kind, wechselt die vorrangige Unterhaltspflicht der eigenen Eltern auf den Elternteil des Kindeskind und daher ist zunächst die wirtschaftliche Situation des Unterhaltspflichtigen zu prüfen. Die Unterhaltsbelastungen für das im eigenen Haushalt lebende Kind können bei der Einkommensberechnung vom Einkommen abgezogen werden. back

Unterbrechung des Studiums 
Bei einer Unterbrechung des Studiums - z.B. bei einer Beurlaubung - wird die Kindergeldzahlung unterbrochen. Dies gilt allerdings nicht bei einer Beurlaubung wg. Krankheit oder Mutterschaft.

Bei Beurlaubung wg. Krankheit muss dies der Familienkasse mitgeteilt und durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Dauert die Erkrankung länger als sechs Monate wird eine Bescheinigung des medizinischen Dienstes angefordert.

Bei einer Beurlaubung vom Studium wegen Schwangerschaft ist die werdende Mutter während der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) grundsätzlich zu berücksichtigen. Eine Studierende ist bei Beurlaubung wegen Schwangerschaft für die Dauer des Semesters zu berücksichtigen, in dem die Entbindung zu erwarten ist, längstens bis zum Ablauf des Monats, in dem die Schutzfrist endet. Wird das Studium in dem darauf folgenden Semester fortgesetzt, wird auch die Zeit vom Ende der Schutzfrist bis zum Semesterbeginn als Übergangszeit beim Kindergeld anerkannt. back        

Praktikum 
Auch Praktika, die als fachliche Ergänzung oder notwendige Voraussetzung für die Erlangung der beruflichen Qualifikation dienen, werden von der Familienkasse anerkannt, so z.B. ein vorgeschriebenes aber auch ein durch die Studienordnung empfohlenes Praktikum.
Für Volontariate gilt gleiches, insbesondere muss der Ausbildungscharakter im Vordergrund stehen. back

Zweitausbildung
Mit dem Steuervereinfachungsgesetz, gültig ab 01.01.2012, werden Kinder nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums nur berücksichtigt, wenn sie nebenher keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Eine Beschäftigung bis zu 20 Wochenstunden oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis ist unschädlich. back

 

 

Kindergeldaltersgrenze

Kinder über 18 Jahre
Kinder über 18 Jahre, die in Ausbildung oder Studium sind, haben einen Anspruch auf Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr.
Nach Abschluss einer ersten Berufsausbildung oder eines Erststudiums entfällt der Anspruch auf Kindergeld. Aber wenn keine anspruchschädliche Beschäftigung aufgenommen wird, bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen. Wer also nur mit max. 20 Wochenstunden oder geringfügig beschäftigt ist, dessen Anspruch bleibt bestehen.
Ein Studiengangwechsel ohne Abschluss gilt nicht als Erststudium und ist daher unschädlich.
Auch Kinder, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstes absolvieren, sind bis zum 25. Lebensjahr anspruchsberechtigt.

Kinder über 25 Jahre

Ausnahmsweise werden Kindergeldzahlungen weiter geleistet für Anspruchsberechtigte über 25 Jahre in Ausbildung / Studium, die den Grund- und Zivildienst geleistet haben. Das Kindergeld wird um die Dauer des Dienstes verlängert.

Kinder mit Behinderung

Kinder über 18 Jahre mit Behinderung, die sich auf Grund ihrer Behinderung nicht selbst unterhalten können (Einkommensprüfung) und deren Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist, erhalten Kindergeld ohne Altersbegrenzung.

Kinderzuschlag

Anspruch
Anspruch auf den Kinderzuschlag haben Eltern für ihre unter 25 Jahren alten Kinder wenn:

  • für diese Kinder Kindergeld bezogen wird
  • das Elterneinkommen eine Mindestgrenze erreicht
  • das Elterneinkommen eine Höchstgrenze nicht überschreitet.

(Merkblatt der Familienkasse)

Der Kinderzuschlag ist eine Ergänzungsleistung zum Kindergeld. Kinderzuschlag wird nur für Kinder gezahlt, die im Haushalt des Berechtigten leben und die einen Anspruch auf Kindergeld haben.

Achtung
Eltern, die nur ALG II oder Sozialgeld oder Sozialhilfe beziehen und sonst kein Einkommen haben, bekommen den Kinderzuschlag nicht.

Familien, deren Bedarf, durch die Zahlung von Kinderzuschlag und evtl. Wohngeld gedeckt ist und deshalb kein Anspruch auf ALG II besteht, können den Zuschlag bekommen.
Bei der Kinderzuschlagsberechnung zählen Kindergeld und Wohngeld nicht als Einkommen, da diese eine Zweckbestimmung erfüllen (anders die Berechnung des Arbeitslosengeld II).

Aber:
Beim Kinderzuschlag wird das Elterngeld über dem Mindestbetrag von 300,00 Euro als Einkommen berücksichtigt.

Höhe
Pro Monat beträgt der Zuschlag höchstens 140,00 Euro pro Kind. Ab Juli 2016 wird der Zuschlag um 20 Euro auf 160 Euro erhöht.
Der Zuschlag vermindert sich bei zu hohem Einkommen und Vermögen des Kindes und der Eltern. Der Anspruch auf Kinderzuschlag entfällt, wenn das Einkommen den gesamten Familienbedarf abdeckt. Die Höchsteinkommensgrenze setzt sich zusammen aus dem Bedarf nach dem ALGII und dem Anteil an den angemessenen Wohnkosten und dem Gesamtkinderzuschlag.

Antrag
Der Kinderzuschlag wird nur auf Antrag ausbezahlt. Der Antrag sollte frühzeitig gestellt werden, denn er wird nicht rückwirkend gewährt. Er ist bei der Familienkasse der zuständigen Agentur für Arbeit, die das Kindergeld zahlt, zu beantragen - in Mannheim über die Arbeitsagentur in M 3a, die dann den Antrag an die zuständige Stelle in Heidelberg weiterleitet.

Krankenversicherung

Kredite

Leitfaden

Mindestlohn

Seit Januar 2015 gilt in Deutschland das neue Mindestlohngesetz (MiLoG). Damit haben Arbeitnehmer/innen Anspruch auf einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Auch Studierende, die neben dem Studium arbeiten oder ein bezahltes Praktikum absolvieren, können davon betroffen sein.

  • Für alle sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten wird der Mindestlohn eingeführt. Dies gilt auch für geringfügig Beschäftigte (die sogen. Minijobs ) und kurzfristig Beschäftigte. Die Höhe des Mindestlohnes beträgt 8,50 Euro brutto je Stunde.
  • Die neuen Bestimmungen des Mindestlohngesetzes gelten auch für bereits bestehende Arbeitsverhältnisse. Übergangsregelungen gibt es nur für einige wenige Branchen und Tarifverträge. Also auch Studierende, die nebenbei arbeiten gelten als Arbeitnehmer, ebenso studentische Hilfskräfte an den Hochschulen.
  • Die Regelungen des MiLoG gelten nicht für selbständige Tätigkeit oder bei Werkverträgen. Sonderzahlungen (Prämien) oder besondere Zulagen (Sonn- und Feiertagszuschläge) werden nicht berücksichtigt als Entgeltbestandteil beim Mindestlohn.
  • Eine Sonderregelung betrifft die Praktikanten. Grundsätzlich gelten Praktikanten als Arbeitnehmer und damit gilt das Mindestlohngesetz. Jedoch unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Praktikanten in Berufsausbildung – für diese gilt das MiLoG nicht – und Praktikanten außerhalb der Berufsausbildung.

    Bei einem Praktikum nach der Berufsausbildung oder nach dem Studium, das nicht der Berufsvorbereitung dient sondern bereits die berufliche Tätigkeit ist, gilt der Mindestlohn.
  • Der Mindestlohn gilt nicht:
    - für Praktikanten im Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums,
    - bei einem freiwilligen Orientierungspraktikum vor oder während des Studiums bis zu drei Monaten,
    - für ein freiwilliges, studienbegleitendes Praktikum bis zu drei Monaten
  • Für Praktika, die mehr als drei Monate dauern oder nach dem Studium absolviert werden, gilt der Mindestlohn.

Mutter-Kind-Kur

Stationäre Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation von Müttern und Vätern sind Pflichtleistungen der Krankenkassen. Sie müssen bewilligt werden, wenn sie medizinisch notwendig sind.

Studium, Familie und Finanzierung - eine Mehrfachbelastung, die vollen Einsatz fordert. Derartige Belastungen und Überforderungen führen häufig zu schweren Erschöpfungszuständen und gesundheitlichen Störungen. Durch stationäre Maßnahmen kann Abhilfe geschaffen werden.

In mehrwöchigen Mütter-Kuren, Vater-Kind oder Mutter-Kind-Kuren werden die notwendigen medizinischen Maßnahmen und Betreuung durchgeführt.

Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen ( 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) gezahlt.

Anspruch besteht für weibliche Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse, die

  • bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld haben (z. B. Arbeitnehmerinnen) oder die
  • wegen der Schutzfristen (6 Wochen vor und 8 bzw. 12 Wochen nach der Entbindung) kein Arbeitsentgelt erhalten.

So können beispielsweise Studentinnen, die selbst Mitglied in der Krankenversicherung sind und die neben dem Studium in einem versicherungsfreien Arbeitsverhältnis (geringfügige Beschäftigung) stehen, Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse erhalten.

Das Mutterschaftsgeld für Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, berechnet sich aus dem Nettoverdienst der letzten 3 abgerechneten Monate vor Beginn der Schutzfrist und beträgt maximal 13 Euro pro Kalendertag. War der Nettoverdienst auf den Tag umgerechnet höher als 13 Euro, zahlt der Arbeitgeber die Differenz (Arbeitgeberzuschuss) als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Achtung: Beim Elterngeld wird das Mutterschaftsgeld einschließlich des Arbeitgeberzuschusses angerechnet.

Bei Frauen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, jedoch mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind (z.B. Arbeitslosengeldbezieherinnen oder Selbständige), wird als Mutterschaftsgeld der Krankengeldbetrag gezahlt. Antrag und weitere Informationen bei der Krankenkasse.

Frauen, die nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, die aber familienversichert sind und nebenbei in einem versicherungsfreien Arbeitsverhältnis stehen, erhalten Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt. Es beträgt insgesamt maximal 210 Euro. Der Antrag wird beim Bundesversicherungsamt gestellt (Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, Tel.:0228/ 619-1888 ). Antragsunterlagen im Internet: www.bva.de.Den Arbeitgeberzuschuss gibt es auch für diese Gruppe der Versicherten.

Tipp:
Das Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt wird nicht auf das Elterngeld angerechnet!

Nothilfefonds der MVV

In Zusammenarbeit mit Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und der Stadt Mannheim unterstützt die MVV Privatkunden, die ohne eigenes Verschulden in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Der Fonds des MVV deckt Kosten für Energie und Wasser.

Die Mittel werden ausschließlich für die Energie- und Wasserrechnung von MVV Energie verwendet. Eine Übernahme anderer Schulden, z.B. für die Miete oder das Telefon, ist nicht möglich. Die Höhe der Unterstützung ist abhängig von der individuellen Situation des Antragstellers.

Wer die Hilfe in Anspruch nehmen will, wendet sich an die Ansprechpartner bei den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege Diakonie, Caritas, und Stadt Mannheim (Fachbereich Arbeit und Soziales).

Als Partner der MVV Energie AG beurteilen sie die jeweilige Situation der Hilfebedürftigen und sprechen eine Empfehlung aus. Daran bemisst sich die Höhe der Förderung. Die Fördersumme wird sofort dazu benutzt, das Kundenkonto auszugleichen.

Bei weiteren Fragen steht die Sozialberatung des Studierendenwerks zur Verfügung.

Online-Antrag

Organisation

Prozesskostenhilfe

Ist beabsichtigt, eine Rechtsverfolgung durchzusetzen, kann hierfür Prozesskostenhilfe (Vertretung im gerichtlichen Verfahren) beantragt werden. Durch Prozesskostenhilfe wird Parteien, die die Kosten eines Rechtsstreits nicht aufbringen können, die Verfolgung oder Verteidigung ihrer Rechte ermöglicht.


Voraussetzung:

  • Für die Prozesskostenhilfe ist die hinreichende Aussicht auf Erfolg der Rechtsverfolgung notwendig und es darf nicht mutwillig herbeigeführt werden.
  • Es gelten die gleichen Einkommensgrenzen und Freibeträgewie bei der Beratungshilfe .
  • Zur Antragstellung sind folgende Unterlagen mitzubringen:
    - Personalausweis
    - Einkommensnachweis
    - Mietvertrag und
    - Belege für sonstige Ausgaben wie Werbungskosten, Heizkosten, Vorsorgeaufwendungen.


 Antragstellung:

  • Der Antrag ist bei dem Gericht zu stellen, bei dem der Prozess geführt wird oder bei der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts.
  • Die Prozesskostenhilfe bewirkt, dass die Partei auf die Gerichtskosten und auf die Kosten ihrer anwaltlichen Vertretung je nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen keine Zahlungen oder lediglich Teilzahlungen zu leisten hat.


Achtung:

  • Die Prozesskostenhilfe erstreckt sich nicht auf die Kosten der gegnerischen Partei.
  • Verliert eine Partei den Prozess, so muss sie dem Gegner  die Kosten für ihre Prozessführung (z.B. für ihre anwaltliche Vertretung) in der Regel auch dann erstatten, wenn ihr Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist.

Rabatte für Studierende

Banken
Für Studierende bieten die Banken häufig das kostenlose Girokonto an und gewähren u.U. auch ein kleines Starterpaket mit einem kleine Geldbetrag oder einer zusätzlich kostenlosen ec/maestrocard. Bei den Banken nachfragen oder im Internet unter Studentenspartipps stöbern.

Presse
Viele Zeitschriften und Zeitungen gewähren Studierenden einen Nachlass mit einem günstigen Studentenabo. Der Mannheimer Morgen bietet z.B. neben dem Rabatt zusätzlich einmalig ein kostenloses Semesterticket an.

Bücher
Es lohnt sich auch bei den Buchhandlungen nachzufragen, es werden auch hier oft Rabatte auf Bücher und Fachliteratur gewährt.

Versicherungen
Bei Versicherungen wie Haftpflicht, Hausrat oder Rechtschutz besteht häufig die Möglichkeit noch über die Eltern versichert zu sein. Bei der Krankenversicherung gibt es auch günstige Tarife für Studierende oder sogar kostenfrei bei der gesetzlichen Krankenversicherung, der Familienversicherung.

Nah- und Fernverkehr
Vergünstigungen gibt es auch bei der Bahn z.B. mit der Bahncard 50, die es für Studierende zu einem reduzierten Preis gibt und die einen Rabatt auf  den Normalpreis gewährt. Rabatt auf Sparpreise gibt's mit der Bahncard 25, unabhängig vom Studierendenstatus. Ebenso gibt es ein spezielles Angebot beim öffentlichen Nahverkehr wie z.B. das Semesterticket und das kostenloses Semesterticket für Mannheimer Neubürger/innen. Infos bei der RNV.

Theater / Kino / Museen
Mit dem Studentenausweis gibt es verbilligte Eintrittskarten in vielen Kinos und beim Theater oder im Museum. Kultur zum kleinen Preis gibt es auch beim Kulturparkett.

Schlossmuseum im Schloss Mannheim
Studierende der Uni Mannheim erhalten zusätzlich zur normalen Ermäßigung einen reduzierten Eintrittspreis i.H.v. 1,00 Euro beim Besuch des Schlossmuseums.

Internationaler Studentenausweis (ISIC)
Damit erhalten Studierende rund um die Welt bei Übernachtungen in Hotels und Pensionen lohnende Ermäßigungen. Museen, Theater usw. gewähren attraktive Preisnachlässe und beim Transport mit Bus und Bahn kann ebenfalls gespart werden. Auch beim Shoppen hilft das Vorzeigen des ISIC gegen Geldschwund und in ausgewählten Gastronomiebetrieben zahlen Studenten mit dem ISIC bis zu 50% weniger. Den ISIC gib es in der Infothek.

Secondhandkaufhaus
Beim Mannheimer Markthaus und beim Fairkauf-Secondhand des Caritasverbandes Mannheim gibt es alles von Haushaltwaren über Möbel, Kleidung und Elektrogeräte zu günstigen Preisen und spezielle Angebote auch für Studierende.

Sportangebote
Das Institut für Sport der Universität Mannheim bietet für Studierende der Uni aber auch für Studierende anderer Hochschulen kostenlos oder zu günstigen Preisen ein vielfältiges Sportprogramm.

 

 

Rundfunkbeitrag

Stipendien

Telefon

Ermäßigung fürs Telefon mit dem Sozialtarif der Telekom: Sozialtarif fürs Telefon - Vergünstigungen beim Telefonieren

Tilgungsrechner

Tipps

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Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende Studierende können vom Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss erhalten, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil keinen oder keinen ausreichenden Unterhalt für sein Kind zahlt.

Das Kind hat Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn es

  • das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat
  • seinen Wohnsitz/gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat
  • hier bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt
  • nicht mindestens Unterhalt in Höhe des maßgeblichen Regelbedarfs erhält.

Der Unterhaltsvorschuss wird monatlich bis zum Alter von 12 Jahren bezahlt, längstens jedoch für 6 Jahre. Die Unterhaltsleistung kann rückwirkend nur für einen Monat ab Antragstellung geleistet werden.

Achtung
Ausländische Studierende haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, z. B. wenn das Kind selbst oder der alleinerziehende Elternteil über eine Niederlassungserlaubnis oder eine Erlaubnis Daueraufenthalt-EU verfügt.

Höhe der Leistung ab 2016
Der Unterhaltsvorschuss richtet sich nach dem entsprechend der Altersgruppe festgelegten gesetzlichen Mindestunterhalt. Für Kinder unter 6 Jahren 145,00 Euro monatlich, für Kinder von 6 - 12 Jahren 194,00 Euro monatlich.

Antrag
Der Unterhaltsvorschuss ist beim zuständigen Jugendamt zu beantragen.
In Mannheim: Unterhaltsvorschusskasse des Jugendamtes in der Holzbauerstraße 8.
Email:

Benötigte Unterlagen sind neben Personalausweis und Geburtsurkunde, die vorhandenen Unterlagen über die Scheidung und Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen.

Tipp
Diese Unterhaltsleistung schließt den Sozialhilfeanspruch des Kindes nicht aus. Sie ist zwar eine vorrangige Sozialleistung, aber eine ergänzende Sozialhilfe ist dann möglich, wenn der notwendige Lebensunterhalt nicht vollständig durch den Unterhaltsvorschuss gewährleistet ist.

Versicherung

Werkstudentenprivileg

Mehr als geringfügige Beschäftigung

Im Rahmen des sogenannten "Werkstudentenprivilegs" besteht für "ordentlich Studierende" Versicherungsfreiheit in der Kranken- Pflege- und Arbeitslosenversicherung, auch wenn sie regelmäßig mehr als 450 Euro verdienen.

Ein „ordentliches Studium“ liegt vor, wenn der immatrikulierte Studierende während der Vorlesungszeit, unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts, an nicht mehr als 20 Stunden in der Woche einer bezahlten Beschäftigung nachgeht.

Wird die Beschäftigung lediglich in der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) auf mehr als 20 Stunden erhöht, so ist sie unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts auch in dieser Zeit versicherungsfrei.

Die Studierenden haben auch die Möglichkeit, eine auf (neu ab 2015: bis zu 3 Monate / 70 Tage) bis zu zwei Monate oder 50 Arbeitstage befristete Beschäftigung während der Vorlesungszeit versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung auszuüben.

Studierende, die neben ihrem Studium eine Beschäftigung oder mehrere Beschäftigungen ausüben und hierfür insgesamt mehr als 20 Wochenstunden aufwenden, gehören ihrem Erscheinungsbild nach zu den Arbeitnehmern. Es kann Versicherungsfreiheit auch noch bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als 20 Stunden bestehen, vorausgesetzt das Studium hat Vorrang und die Beschäftigung wird nur am Wochenende ausgeübt, oder es handelt sich vorwiegend um Abend- oder Nachtarbeit. Dies gilt jedoch nur, wenn im Jahr nicht mehr als 26 Wochen mehr als 20 Wochenstunden gearbeitet wird.

Achtung:
Bei Beurlaubung entfällt das Werkstudentenprivileg. Da das Studium in den Hintergrund tritt, geht man bei Arbeitsaufnahme vom normalen Arbeitnehmerstatus aus - also sozialversicherungspflichtig in allen Bereichen.
Eine Ausnahme: Nur geringfügige Beschäftigung während des Urlaubssemesters.


Die Gleitzone

Im Niedriglohnsektor zwischen 450,00 bis 850,00 Euro gilt die sogen. Gleitzone. Es besteht grundsätzlich Rentenversicherungspflicht. Die Studierenden zahlen je nach Höhe des Lohnes einen gestaffelten Rentenbeitrag bis max. 9,45 Prozent.


Der steuerliche Grundfreibetrag

Studierende, die mehr als geringfügig beschäftigt sind, sind steuerpflichtig. Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung kann man jedoch zu viel einbehaltene Lohnsteuer zurück erhalten. Der Grundfreibetrag 2014 beträgt 8.354 Euro (8.130 Euro in 2013). Hinzu gerechnet werden kann die Arbeitnehmerpauschale, das sind 1.000 Euro. 

Wohngeld

Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Aufwendungen für Wohnraum.

Nach dem Wohngeldgesetz § 20 Abs. 2 sind Studierende im Allgemeinen vom Wohngeldbezug ausgeschlossen, sofern ihnen „dem Grunde nach“ Leistungen nach dem BAföG zustehen, denn i.d.R. ist in den BAföG-Leistungen schon ein Mietkostenzuschuss enthalten. Unabhängig hiervon ist, ob diese Leistungen geltend gemacht werden bzw. tatsächlich Leistungen nach dem BAföG bezogen werden.

Nicht vom Wohngeld ausgeschlossen sind Studierende, wenn sie dem Grunde nach keinen Anspruch mehr auf Leistungen nach dem BAföG haben, z.B.

  • Überschreiten der BAföG-Altersgrenze ohne zureichenden Grund
  • Abbruch des Studiums
  • Fachrichtungswechsel
  • Überschreiten der Förderungshöchstdauer ohne einen anerkannten Grund
  • Wegfall der Bafög-Leistung wegen fehlender Leistungsnachweise
  • Kein Anspruch dem Grunde nach auf Studienabschlusshilfe

Weitere Voraussetzung:

  • der Wohnraum, für welchen Wohngeld beantragt wird, muss Mittelpunkt der Lebensbeziehung (z.B. Gründung eines eigenen Hausstandes, Heirat oder langjährige Partnerschaft) sein,
  • der Antragsteller muss Mieter oder Nutzungsberechtigter der Wohnung auf der Grundlage eines Miet- bzw. Nutzungsvertrages sein, diese tatsächlich selbst bewohnen und die Miete auch selbst entrichten, sowie ausreichendes Einkommen zur Bezahlung der Miete und zur Bestreitung des Lebensunterhaltes haben

Ausgeschlossen vom Wohngeld ist, wer bereits bestimmte Sozialleistungen wie z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Grundsicherungsleistungen bei Erwerbsminderung, erhält. Deren angemessene Unterkunftskosten werden schon im Rahmen der jeweiligen Sozialleistung berücksichtigt.

Wohngeldanspruch haben Studierende auch,

  • wenn sie mit vom Wohngeld ausgeschlossenen Haushaltsmitgliedern in einem Haushalt wohnen oder
  • verheiratete Paare, bei denen ein Haushaltsmitglied BAföG-Anspruch hat. Der im BAföG enthaltene Mietzuschuss wird dann abgezogen,
  • wenn sie mit einem Kind in einem Haushalt leben,
  • während der Urlaubssemester (z.B. wegen Schwangerschaft oder Kindererziehung)
  • wenn sie BAföG nur als Bankdarlehen erhalten.

Achtung: Da Wohngeld eine öffentliche Leistung ist und zur Sicherung des Lebensunterhaltes dient, ist es für ausländische Studenten problematisch diese Leistung zu beantragen, da dies den Regelungen des § 2 Abs. (3) Aufenthaltsgesetzes und damit einer evtl. Aufenthaltsverlängerung entgegen steht.

Antrag
Der Wohngeldantrag wird in Mannheim bei der Wohngeldstelle Fachbereich Arbeit und Soziales in R 1, 12, 68161 Mannheim gestellt. Anträge gibt es auch im Internet und bei den Bürgerdiensten.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird Wohngeld auf Antrag und ab Antragsmonat (Eingang bei der Wohngeldstelle) gewährt.

Die Höhe des Wohngeldes ist abhängig

  • von der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder,
  • vom Einkommen und
  • von der Höhe der zuschussfähigen Miete.

Tipp
Eltern, die Wohngeld bekommen, können für ihre Kinder auch Leistungen für Bildung und Teilhabe erhalten.

Wohngeldreform 2016

Ab 2016 gibt es mit der Wohngeldreform Verbesserungen für Menschen mit geringem Einkommen. Das Wohngeld wird an die Miet- und Einkommensentwicklung angepasst. Die Tabellenwerte werden erhöht, ebenso werden die Miethöchstbeträge angehoben und die Mietstufen werden in Abhängigkeit vom örtlichen Mietniveau neu festgelegt. Weitere Infos beim Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Mannheim.