Nachteilsausgleich

   

Nachteilsausgleich in Studien- und Prüfungsordnungen

  • Nach dem Hochschulrahmengesetz und entsprechenden Landeshochschulgesetzen sind die besonderen Bedürfnisse von behinderten Studierenden zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass Studien- und Prüfungsordnungen so gestaltet sein müssen, dass auch behinderte und chronisch kranke Studierende angemessen studieren können.

Der Nachteilsausgleich beinhaltet u.a. folgende Punkte:
- Möglichkeit der schriftlichen Ergänzung einer mündlichen Prüfung (für Hör- oder Sprachbehinderte)
- Verlängerungsmöglichkeit von Bearbeitungs- bzw. Abgabefristen bei Hausarbei-ten und Klausuren
- Möglichkeit zur Überschreitung der Anmeldefristen für Prüfungen bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes
- Veränderungen von Praktikumbestimmungen

  • Behinderte und/oder chronisch kranke Studierende wenden sich in dieser Angelegenheit direkt an den Behindertenbeauftragten der jeweiligen Hochschule oder an den Prüfungsausschuss ihres Studienganges.

                                                                                                                                                 zurück


Härtefallantrag für Studienbewerber

  • Studienbewerber/innen, die sich in einer schwierigen Situation befinden können einen Härtefallantrag stellen, um schnellstmöglich zum Studium zugelassen zu werden. Es müssen in der Person so schwerwiegende gesundheitliche, familiäre oder soziale Gründe vorliegen, dass es nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Die ZVS reserviert bis zu 2 % der Studienplätze für Fälle außergewöhnlicher Härte. Bei Bewerbungen direkt an der Hochschule gibt es zuständige Stellen für die Zulassung oder Sie wenden sich an die Behindertenbeauftragten.
                                                                                                                                                         zurück


Persönliches Budget

  • Menschen mit Behinderungen haben seit Januar 2008 einen uneingeschränkten Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget. Das Persönliche Budget ist eine Leistungsform nach dem Sozialgesetzbuch (SGB IX, "Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen"). Das bedeutet, dass behinderte Menschen anstelle von Dienst- oder Sachleistungen ein Budget wählen können und damit selbständig und eigenverantwortlich ihre notwendigen Leistungen "einkaufen" können. Sie entscheiden selbst welche Hilfen und welcher Dienst und Personen zu welchen Zeitpunkten erbracht werden sollen.
  • Für die Inanspruchnahme des Persönlichen Budgets ist ein Antrag beim Leistungsträger erforderlich. Dort werden die Voraussetzungen und der individuelle Bedarf festgelegt. Kostenlose Beratung und Unterstützung erhalten behinderte Menschen bei der Servicestelle Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung. E-Mail:

                                                                                                                                                  zurück                                                                                                                                                         


Assistenz

  • Studienassistenzen stehen für Assistenzleistungen zur Verfügung, die im Studienalltag notwendig werden. Etwa für das Erstellen von Vorlesungsmitschriften für behinderte Studierende, für das Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, das Vorlesen von Studienliteratur für sehgeschädigte Studierende.
  • Gehörlose Studierende benötigen in der Regel zur Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren die Übersetzung des gesprochenen Wortes in Gebärdensprache oder lautsprachbegleitende Gebärden durch entsprechende Dolmetscher/ innen.
  • Für bestimmte einzelne allgemeine Assistenzleistungen wie z.B. Hauswirtschaftshilfe können Studierende mit Behinderungen mobile Hilfsdienste in Anspruch nehmen. Möglich ist auch die persönliche Assistenz durch ein oder zwei Zivildienstleistende im Rahmen der individuellen Schwerstbehindertenbetreuung (vgl. auch das persönliche Budget).

                                                                                                                                                  zurück