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Studentische Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherungspflicht

  • Studierende, die an der Hochschule eingeschrieben sind, fallen unter die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherungspflicht.
    Dies gilt nicht, wenn eine vorrangige Versicherungspflicht, z. B. im Rahmen der Familienversicherung oder Arbeitnehmerversicherung vorliegt.
    Die Versicherungsbeiträge sind jeweils vor Immatrikulation oder Rückmeldung an die Krankenkasse zu zahlen. Diese stellt dem Studierenden eine Versicherungsbestätigung aus.
  • Achtung: Privat-Versicherte können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Aber diese Entscheidung gilt für das gesamte Studium und kann während der Dauer des Studiums nicht rückgängig gemacht werden!
  • Die Versicherungspflicht besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters bzw. bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Nur in Ausnahmefällen (wenn besondere familiäre und persönliche Gründe vorliegen) kann die Studentische Pflichtversicherung verlängert werden.
  • Kostengünstiger als die Eigenversicherung ist für Studierende die Familienmitversicherung, d. h. bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (zzgl. Wehrdienst oder soziales Freiwilliges Jahr) sind Studierende über ihre Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei mitversichert.
  • Nach Überschreiten der Altersgrenzen von 30 Jahren oder bei Erreichen des 14. Fachsemesters endet die studentische Krankenversicherungspflicht. Es gibt die Möglichkeit der freiwilligen Weiterversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung oder die private Krankenversicherung.

Krankenversicherungsbeitrag

  • Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung ist festgeschrieben für Studierende bei 10,22 Prozent. Die Krankenkassen erheben einen Zusatzbeitrag, der von den Versicherten allein zu zahlen ist. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Kassen liegt bei ca.1 Prozent.
  • Der monatliche Beitrag für Studierende beträgt zum WS 2019 dann 76,04 Euro plus je nach Kasse kommt noch der Zusatzbeitrag und es kommt der Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung hinzu. Dieser liegt bei 3,05 % für Studierende unter 23 Jahren oder mit Kind. Er beträgt 3,3 % für alle Personen, die kinderlos sind und älter als 23 Jahre sind. Das entspricht einem Beitrag von 22,69 bzw. 24,55 Euro.
  • Studierende, die BAföG erhalten, bekommen einen Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung i.H.v.109 Euro monatlich.
  • Neu ab Herbst 2019: Studierende, die BAföG beziehen und älter als 30 Jahre sind erhalten einen höheren Zuschlag zur Kranken-und Pflegeversicherung. Er beträgt 189 Euro.

Übergangs-/ Absolvententarif

  • Immatrikulierte Studierende können sich nach Ablauf der Versicherungspflicht (bei Erreichen der Altersgrenze von 30 Jahren oder das 14. Fachsemester) mit dem sogen. Absolventen- oder Übergangstarif der gesetzlichen Krankenkassen für maximal weitere 6 Monate günstiger versichern.
  • Das sind monatlich 106,12 Euro Krankenversicherungsbeitrag plus Zusatzbeitrag plus 31,67 Euro (d.h. jünger als 23 Jahre oder mit Kind) für die Pflegeversicherung bzw. 34,26 Euro für kinderlose Mitglieder.
  • Voraussetzung ist allerdings, die Immatrikulation und die beitragspflichtigen Einnahmen dürfen 1.038,33 Euro im Monat nicht übersteigen.

Verlängerung der studentischen Krankenversicherung

  • Mit Ablauf des 14. Fachsemesters bzw. dem Vollenden des 30. Lebensjahres endet die studentische Krankenversicherung. Die Krankenversicherung zum Studententarif kann verlängert werden, insbesondere wenn familiäre oder persönliche Gründe zur Verlängerung der Versicherung berechtigen, z.B. Geburt und Betreuung eines Kindes, zweiter Bildungsweg, Behinderung, längere Erkrankung, Betreuung Familienangehöriger.
  • Die Verlängerung der studentischen Krankenversicherung muss bei der Krankenkasse beantragt werden.