Nachhaltigkeit
Seit 2019 erfassen wir jährlich unsere Treibhausgasemissionen. Auf Grundlage dieser Bilanz identifizieren wir Emissionsschwerpunkte und entwickeln Maßnahmen zu deren Reduktion.
Corporate Carbon Footprint
Die Grundlage unserer Klimastrategie basiert auf der Erkenntnis, dass die Auswirkungen des Klimawandels direkt auf die Menge der in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgase zurückzuführen sind. Um die Treibhausgasemissionen unseres Unternehmens ganzheitlich und nach internationalen Standards zu ermitteln, betrachten wir alle relevanten Emissionsquellen. Dies ermöglicht uns, die wesentlichen verantworteten Emissionen präzise zu identifizieren und effektiv zu reduzieren. Bei der Auswahl der zu bilanzierenden Emissionsquellen unseres Corporate Carbon Footprint halten wir uns streng an die Grundvorgaben des Corporate Accounting and Reporting Standards des Greenhouse Gas Protocols. Dieser Standard, entwickelt vom World Business Council for Sustainable Development und dem World Resources Institute, gewährleistet eine reproduzierbare und transparente ökologische Bilanzierung. Er ermöglicht Vergleiche über mehrere Geschäftsjahre sowie mit anderen Unternehmen:
Die Gesamtemissionen unseres Corporate Carbon Footprints für das Jahr 2023 belaufen sich auf 22.735,34 t CO2e, verteilt auf Scope 1, 2 und 3.
Einführung Mehrwegsystem „Vytal“

Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben zur Mehrwegpflicht wurde im Januar 2023 das pfandfreie Vytal-Mehrwegsystem, mit dem Speisen in wiederverwendbaren Behältern anstelle von Einwegverpackungen mitgenommen werden können.
Cup to Go®

Mehrwegkonzept für Mensen und Cafeterien: wiederverwendbare Tassen statt Einwegbecher
Cup to Go® ist ein innovatives Nachhaltigkeitskonzept, das sich am Nutzerverhalten orientiert und damit intuitiv den Griff zum Einwegbecher ersetzt. Das Kernelement der Lösung besteht in der vollständigen Umstellung auf Mehrweggefäße in den vom Studierendenwerk an der Universität Mannheim und der Technische Hochschule Mannheim betriebenen gastronomischen Einrichtungen. Die Mehrwegtassen können nach Gebrauch an den teilnehmenden Rückgabestellen zurückgegeben und anschließend erneut verwendet werden.
Der Projektentwicklung ging eine fundierte wissenschaftliche Analyse voraus, bei der eine Verbesserung der Ökobilanz nachgewiesen werden konnte. Demzufolge können durch die Abschaffung von Einwegbechern und die Umstellung auf das Mehrwegsystem Cup to Go® an der Technische Hochschule Mannheim während eines Semesters 800 kg CO2, 2.700 Liter Wasser und 360 m²/a Naturraum eingespart werden, an der Universität Mannheim ist sogar eine Einsparung in dreifacher Höhe zu erwarten.
Die aktuelle Klimadiskussion mit verstärkten ökologischen Forderungen zu nachhaltigem Verbrauch ist schon lange ein Anliegen des Studierendenwerkes Mannheim. Dies betrifft unter anderem auch die Müll-Flut von Einwegbechern. In Deutschland werden pro Jahr rund 2,8 Milliarden solcher Becher weggeworfen, das entspricht 40.000 Tonnen Abfall. Aufgrund des Plastikanteils im Becher muss dieser Abfall als Restmüll verbrannt werden. Diese Herausforderung durch Cup to Go® anzugehen, hat das Studierendenwerk Mannheim motiviert, sich mit dem Nachhaltigkeitsprojekt für den Umweltpreis 2020 der Stadt Mannheim zu bewerben. Der diesjährige Schwerpunkt des Umweltpreises ist die Vermeidung von Plastik.
Es gibt jedoch noch weitere Gründe, warum es sinnvoll ist, die Einwegbecher endgültig aus den Kaffeeküchen zu verbannen. Beispielsweise der Rohstoffbedarf der Einwegbecher in der Herstellung: Es sind 43.000 Bäume, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 3.000 Tonnen Rohöl nötig, um die 2,8 Milliarden Becher herzustellen, sie verursachen zusätzlich einen CO2 Ausstoß von 111.000 Tonnen pro Jahr.