Sozialberatung: Gesetzliche Änderungen in 2018

Meldung vom 02.02.2018, 14:25 Uhr

Kindergeld wird angehoben
Das Kindergeld steigt ab Januar 2018 um 2 Euro auf jeweils 194 Euro für das erste und zweite Kind, 200 Euro für das dritte Kind und 225 Euro für jedes weitere Kind. Der Kinderzuschlag wird um 10 Euro erhöht von 160 auf 170 Euro pro Monat.

Neu: für Anträge auf Kindergeld ab 01.01.2018 wird Kindergeld künftig nur max. für 6 Monate rückwirkdend gewährt.

Düsseldorfer Tabelle – Sätze werden erhöht
Die Düsseldorfer Tabelle ist eine Empfehlung für den Unterhaltsbedarf von Unterhaltsberechtigten und orientiert sich am Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten und dem Alter des Kindes. Diese Tabelle wird regelmäßig angepasst und auch 2018 aktualisiert.

So liegt z.B. bei einem Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen von 1900 Euro, der Unterhaltsbedarf für Kinder bis 5 Jahre bei 348 Euro, für Kinder bis zum 12. Lebensjahr bei 399 Euro, bei Kindern bis zum Alter von 17 Jahren bei 467 und für Kinder ab 18 Jahren bei 527 Euro.

Beträge von Sozialleistungen werden angepasst
Die Beträge für Bezieher von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II werden mit Beginn 2018 erhöht. Nun erhalten Alleinstehende 416 Euro im Monat, Paare in der Bedarfsgemeinschaft je 374 Euro und nicht-erwerbstätige Erwachsenes unter 25 Jahren bekommen 332 Euro.

Neuregelung des Mutterschutzrechts
Studentinnen und Praktikantinnen werden in den Anwendungsbereich des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) einbezogen. Die Hochschulen müssen jeweils eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen lassen, um Gefährdungen auszuschließen. Es gelten bestimmte Mutterschutzfristen, die aber mit ausdrücklicher Erklärung der Studentin durch Studium bzw. Arbeit unterbrochen werden können und unter der Voraussetzung, dass keine Gefährdung vorliegt. Ein Widerruf ist jederzeit möglich.

Steuern – Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag
Der steuerliche Grundfreibetrag ist der Betrag bis zu dem keine Steuern erhoben werden - das Existenzminimum bleibt steuerfrei. 2018 wird er um 180 Euro auf 9.000 Euro (18.000 Euro für Verheiratete) steigen.
 
Der Kinderfreibetrag wird ab Januar 2018 angehoben um 72 Euro auf 4.788 Euro.

Zweitwohnsitzsteuer in Mannheim
Die Stadt Mannheim wird ab 2018 die Nebenwohnsitzsteuer einführen. Die Nebenwohnsitzsteuer gilt auch für Studierende, die mit Nebenwohnsitz hier gemeldet sind.

Eine Nebenwohnung, ist jede Wohnung, die melderechtlich als Nebenwohnung erfasst ist oder zu erfassen wäre. Nebenwohnung bedeutet, der Inhaber hält sich nicht dauernd, sondern nur vorrübergehend hier auf.