Sozialberatung von A - Z

Geringfügige Beschäftigung

Wer als Student eine geringfügige Beschäftigung ausübt, ist in der Kranken-, Pflege-und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Seit 2013 besteht jedoch auch für Minijobs eine Rentenversicherungspflicht. Der Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbeitrag und der Beschäftigte stockt den Differenzbetrag (z.Zt. 3,9 %) zum vollen Rentenbeitrag auf.

Achtung: Es besteht zwar die Möglichkeit sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen, das sollte aber gut überlegt sein, denn die Versicherten erlangen mit der Versicherungspflicht Leistungsansprüche aus der Rentenversicherung.

Bei den geringfügigen Beschäftigungen wird unterschieden zwischen geringfügig entlohnter Beschäftigung und kurzfristiger Beschäftigung.

  • Geringfügig entlohnte Beschäftigung (§ 8 Abs.1 Nr.1 SGB IV)
    Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450,00 Euro nicht übersteigt. Der Arbeitgeber zahlt für eine solche geringfügig entlohnte Beschäftigung Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung (13% bzw.15%) und 2% pauschale Lohnsteuer. Die wöchentliche Arbeitszeit ist hierbei unerheblich.

    Bei der Ermittlung, ob das Arbeitsentgelt die 450,00 Euro übersteigt, werden auch einmalige Einnahmen wie z.B. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld mitberücksichtigt.

Werden mehrere Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern nebeneinander ausgeübt, so werden die Arbeitsentgelte aus diesen Beschäftigungen zusammengerechnet. Wird bei Zusammenrechnung mehrerer Minijobs die monatliche Grenze von 450 Euro überschritten, so handelt es sich nicht mehr um versicherungsfreie Minijobs.

  • Kurzfristige Beschäftigung (§ 8 Abs. 1 Nr.2 SGB IV)
    „Kurzfristig“ ist die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres, wenn sie auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage (ab 2015 neu: drei Monate und 70 Arbeitstage) begrenzt oder im Voraus vertraglich auf diese Zeit begrenzt ist. Die Höhe des Verdienstes ist hierbei unerheblich. Es besteht keine Rentenversicherungspflicht.

    Bei der Prüfung, ob die Zeiträume überschritten werden, sind die Zeiten aufeinanderfolgender kurzfristiger Beschäftigungen zusammenzurechnen.

Achtung: Eine Zusammenrechnung einer geringfügig entlohnten und einer kurzfristigen Beschäftigung ist nicht vorzunehmen.